, Basel

Führung im Botanischen Garten Basel (Jun. 2019)

Der Botanische Garten der Universität Basel wurde 1589 angelegt und ist der älteste botanische Garten der Schweiz. Voller Staunen folgten wir der Biologin Frau Zemp durch den tropischen Wald im grossen Glashaus. Das Viktoriahaus, das 1898 eigens für die Riesenseerose Victoria regia gebaut wurde, ist von architektonischem Interesse. Der Botanische Garten und auch die Gewächshäuser sind jeden Tag geöffnet und ein Besuch ist herzlich empfohlen.

Gerne wurde die Einladung für die Führung durch den Botanischen Garten, am 20.06.2019, von zahlreichen Mitgliedern des I.I. Basel Chapter angenommen. Der Botanische Garten der Universität Basel wurde 1589 im Unteren Kollegium der Universität am Rheinsprung angelegt. Er ist der älteste botanische Garten der Schweiz und knüpft seinerseits an noch ältere, private Gärten an, die Basler Apothekern oder Ärzten gehörten und Material zu Studienzwecken und zur Herstellung von Heilmitteln lieferten. Bedingt durch den Bau des Botanischen Instituts 1896 wechselte der Garten seinen Standort und wurde 1897 unmittelbar an das Institut angrenzend neben dem Spalentor neu angelegt.

Der Pflanzenbestand des Botanischen Gartens umfasst 7'500–8'000 Arten. Das sind fast dreimal so viele Arten, wie in Mitteleuropa wild vorkommen. Im Garten selbst werden monatlich einige besonders bemerkenswerte Pflanzen hervorgehoben. Jede bekommt ihren speziellen Raum, wo die klimatischen Bedingungen, von der Feuchtigkeit und Temperatur her, ihrer Natur entsprechen.

Voller Staunen folgten wir der Biologin Frau Edith Zemp durch den tropischen Wald im grossen Glashaus, welches ersetzt werden muss, da es durch rostende Metallteile und das Glas, welches nicht mehr den heutigen gesetzlichen Vorgaben der Sicherheitsnormen entspricht, in die Jahre gekommen ist. Unzählige spezielle Pflanzen müssen ausgegraben und eingetopft werden und kommen für die nächsten zwei Jahre in ein provisorisch errichtetes Übergangsglashaus. 

Das Viktoriahaus, das 1898 eigens für die Riesenseerose Victoria regia gebaut wurde, ist von architektonischem Interesse. Sein zentralsymmetrischer Bautyp mit Kuppel geht auf die Gewächshäuser von Joseph Paxton zurück, die dieser extra für die Victoria regia entworfen hatte. Diese Architektur mit dem Seerosenteich und den interessanten Pflanzen strahlte eine meditative Ruhe aus, welche durch das Piepsen der Frösche unterstützt wurde. Ein Blatt der Riesenseerose bekommt innert kürzester Zeit einen Durchmesser von 80-90 cm. Die Oberfläche ist fein und glatt, mit kleinen Löchlein versehen, damit das Wasser abfliessen kann. Unter der Oberfläche hat es viele Lamellen für die Stabilität und Stacheln gegen die Fressfeinde. Das Kakteengewächshaus ist zweigeteilt in einen afrikanischen und amerikanischen Teil. Im Garten zeigt uns Frau Zemp das Innere einer Blüte, die uns mit ihrer speziellen Schönheit sofort in ihren Bann zieht. 

Neben dem Tropenhaus, die Orchideen und das Viktoriahaus,  zeigte Frau Zemp uns das Sukkulentenhaus, die Farnschlucht und das Kalthaus. Kaffeebaum , Kakaobaum, Currystrauch, unzählige Orchideen-Arten, verschiedene Farnpflanzen, so viele Pflanzenformen und Blumen begeisterten unser "Ikebana-Herz". Die Führung dauerte insgesamt fast 1.5 Stunden. 

Der Botanische Garten und auch die Gewächshäuser sind jeden Tag geöffnet und ein Besuch ist herzlich empfohlen. Das Führungsangebot findet sich hier: https://botgarten.unibas.ch/de/fuehrungen/ 

Wir danken Ankica für die Organisation und Frau Zemp und dem Team des Botanischen Gartens für die schöne und sehr interessante Führung. Wir haben viele neue Informationen über Blumen und Pflanzen gelernt und freuen uns aufs nächste Mal. Genauere Informationen über die Pflanzen sind auf den Fotos hier zu sehen: https://www.facebook.com/pg/IkebanaBasel/photos/?tab=album&album_id=2310885815851685 

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