, Basel

1. Stammtisch (Feb. 2026)

Am Donnerstag, 12. Februar 2026 fand der 1. Stammtisch des Jahres in Basel statt. Zu diesem Anlass besuchten wir den Künstler Luciano Castelli.

Am 12. Februar 2026 freuten sich zwölf I.I. Mitglieder und Partner auf die Führung in der Kulturstiftung Geiger WHISPERS OF JAPAN von Luciano Castelli

Elsa Himmer hat Kunstgeschichte studiert, arbeitete aktuell an ihrer Masterarbeit. Sie begleitete uns kompetent durch die Ausstellung und durch 40 Jahre Kunstschaffen und Leben (* 1951) des so vielseitig begabten Künstlers.

Die Ausstellung zeigte Exponate seiner Werke von 1980 bis heute. Eine Video-Performation, mit Salomé 1980 in Nyon, beeindruckt mit sanfter Provokation.

Zum ersten Mal wurde die Butoh Tanz Fotoserie (1980) gezeigt. Eingerahmt von Vexier-Spiegeln, wurden die Besucher mit ins Werk einbezogen und es entstand fast ein Bild der Unendlichkeit. Bei diesem japanischen Ausdruckstanz ist ein zentrales Anliegen der Ausdruck von Emotionen. Der Tanz mit ganzem Körper, die Stimmung, die sich nicht mit Worten ausdrücken kann, wird zum Focus, dass es nichts gibt was ein Tabu darstellt. Jeder Körper egal welchen Alters, egal mit welcher Beweglichkeit darf sich darin ausdrücken. 

Die aktuelle Kunst von Castelli sind bemalte Paravents beeinflusst von der Leidenschaft mit der Kunstform Kalligraphie und mit aus der Geschichte des Prinzen Genji inspirierendem Bezug auf emotionale Gemütszustände Gier, Neid, Lust, Verlangen, Eifersucht etc.

Auch, wie die japanischen Paravents hergestellt worden sind, mit welchem Verfahren die Pigmentfarbe auf die Bildträger übertragen wurde, damit sie haltbar ist, wurde uns erklärt.

Vom klassischen Bildträger wegekommen war Castelli mit der Erfahrung 2016 bei der Ausstellung in Shanghai. Der Zoll beschlagnahmte alle Bilder und er hätte 40 000 Franken bezahlen müssen, um die Werke auszulösen. Kurzerhand endschied er sich mit einem Besen auf die Wände der Galerie zu malen, damit die Ausstellung rechtzeitig eröffnet werden konnte. Diese Erfahrung wurde auch in der Galerie H. Geiger verwendet. Castelli fertigte Malereien vor Ort mit Bürsten und Pinselstrichen an die Wände und zeigt seine Faszination zur Kalligraphie mit Schwung und Dynamisierung in die Abstraktion zu gehen. 

Ein grosses Dankeschön geht an die Kulturstiftung Basel H. Geiger. Erfüllt von vielen Eindrücken, dazu mit einer wunderschönen Publikation über Luciano Castelli und seine Ausstellung WHISPERS OF JAPAN, gingen wir ins Restaurant Zur Mägd zum gemütlichen Ausklang des Abends. Dort wurden wir mit köstlichen, kulinarischen Werken verwöhnt. 

Auf weitere Stammanlässe zur Pflege der „ Freundschaft durch Blumen“ freuen wir uns.🌸

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